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Spezialanlagen

Außerordentliche Problemstellungen bedürfen spezieller Lösungsansätze. Unabhängig ob extreme Hygieneanforderungen, hohe Prozesstemperatur-, geringste absolute Feuchtevorgaben, erhöhte Systemsicherheit bei geringem Investitionsvolumen oder die maximale Effizienz gefordert sind müssen durchdachte und hochspezialisierte Systemvorschlage erarbeitet und umgesetzt werden.

Vorwiegend in der Medizin-, Pharma- und Nahrungsmittelindustrie ist der kundenorientierte Spezialanlagenbau manifestiert. Das Produktspektrum erstreckt sich von Warmlufterzeugern von 100 bis 1.500 kW, über Kältesystemen mit mehreren hundert kW Kälteleistung sowie Lüftungszentralen mit mehrstufigen Entstaubungsanlagen, Ventilatoren und Druckbelüftungen mit hohen Pressungen und Luftvolumenströmen über 100.000 m³/h.

Heruntergebrochen auf den kleinsten gemeinsamen Nenner stehen die Problemstellung, der Lösungsansatz und die schlüsselfertige Anlage im Mittelpunkt.

Nachfolgend sind auszugsweise Beispiele von Spezialanlagen im Bereich der Nahrungsmittelindustrie.

Röstanlagen unterliegen systembedingt hohen Temperaturen, hohen Hygienischen Standards, extremen Energieeinsatz als auch erhöhter Abnutzungserscheinungen.



Im Einklang mit dem Betreiber wurde eine Prozessstruktur aufgebaut, welche eine enorme Effizienz sowohl in der Energiebereitung als auch den unterschiedlichen mehrstufigen Wärmerückgewinnungen beinhaltet. Die zugeführte gefilterte Außenluft wird über einen Luft-/ Luft- Wärmeaustauscher über die mehrstufig entstaubte Prozessabluft vorgewärmt. Die bereits auf 2/3 der Prozessendtemperatur vortemperierte Prozesszuluft wird über einen gleitend geregelten, gasbefeuerten Heißlufterzeuger auf die geforderte Prozessluftendtemperatur von über 300 °C.

Die restliche Abwärme der Prozessabluft wird über einen Thermalölkreis in das Heizsystem zur Trinkwarmwasserbereitung als auch zur Beheizung der Produktionsstätte oder anderen Teilprozessstrukturen der Produktionsniederlassung.


Ein weiterer mehrstufiger, hocheffizienter Trocknungsprozess wurde bei der Sprühbeschichtung von trockenen Nahrungsmitteln errichtet. Die angesaugte Außenluft wird über eine 2 stufig geschaltete Wärmerückgewinnung vorerwärmt und ca. 20 bis 25 % der vorgeschriebenen Endtemperatur von über 115 °C wird über ein E.- Heizregister taktend bei Bedarf zur Verfügung gestellt.


Der erste Wärmerückgewinnungsschritt beinhaltet den Energietransfer der mehrfach entstaubten und gereinigten Abwärme der Prozessabluft des Beschichtungsverfahrens in die zugeführte Außenluft. Des Weiteren wird aus einem zweiten Prozess, die in der Prozessfortluft enthaltene Energie über einen weiteren Edelstahl- Kreuzstromwärmetauscher der Prozesszuluft übertragen wird.

Wenn Kältezentralen im Kühlbetrieb der beste Lieferant für nutzbare Wärme für die Trinkwarmwasser- und Heizenergie werden, dann kann sich der Betreiber beruhigt zurücklehnen und sparen. Für eine namhafte steirische Bäckerei wurde für die Kältezentralen des Tiefkühllagers sowie weiteren Tiefkühlverbund-Anlagen ein Wärmespeicherkonzept samt Zweitwärmeerzeuger geplant und erfolgreich errichtet. Die über mehrere Plattenwärmeaustauscher geregelt abgeführte Abwärme der Kälteanlagen wird auf ein Last-/ Temperaturzonen geschaltetes Puffersystem abgegeben und zwischengespeichert. Die täglich benötigte Trinkwarmwassermenge von ca. 1.500 Liter pro Tag wird über eine Frischwasserstation bereitet. Ebenso wird die Heizlast während des Produktionsalltags der gesamten Produktionshalle von maximal ca. 105 kW über ein witterungsgeführtes, mengen- und temperaturvariables Niedertemperatur- Wärmeabgabesystem durch die Wärmerückgewinnung bewerkstelligt.